Erfolg der BfPP im Bereich Tarif in Mecklenburg-Vorpommern; oder nur der 101. Schlag, der den Stein zum Bersten brachte

Haben Sie schon einmal einen Steinmetz bei der Arbeit beobachtet?“ fragte Benjamin Franklin sein Gegenüber. „Er schlägt vielleicht hundertmal auf die gleiche Stelle, ohne dass auch nur der kleinste Riss sichtbar würde. Aber dann, beim hundertundeinsten Schlag, springt der Stein plötzlich entzwei. Es ist jedoch nicht dieser eine Schlag, der den Erfolg bringt, sondert die hundert, die ihm vorhergingen.”

Dieses Zitat von Benjamin Franklin spiegelt symptomatisch die Arbeit der BfPP, die Arbeit aller Berufsverbände und Gewerkschaften im allgemeinem wider.

Es ist niemals der eine Schlag, das eine Gespräch, die eine E-Mail oder der eine Brief, der den Erfolg am Ende ausmacht; so auch im Bereich der Polizeihubschrauberstaffel Mecklenburg-Vorpommern (PHuSt MV).

Die BfPP sah hier bei einem Tarifbeschäftigten (Freigabeberechtigter für Luftfahrzeuge, Prüfer) einen Bruch in den Zusagen des Innenministeriums. So hieß es bereits bei der Stellenbesetzung, eine Verbeamtung aufgrund seiner bei der Hubschrauberstaffel benötigten Qualifizierung wohlwollend zu prüfen. Dies lehnte man nunmehr mit der Begründung ab, die Vorausbildung des Kollegen sei nicht für eine Führungsaufgabe ausreichend. Hier wurden aus Sicht der BfPP Äpfel mit Birnen, Fach- mit Führungsaufgaben verglichen.Grundsätzlich konzentriert sich die Arbeit der BfPP auf den Bereich der Beamten, da auch nur Mitglied in der BfPP werden kann, wer als Polizeivollzugsbeamter bei einer Polizeihubschrauber- oder Polizeifliegerstaffel verwendet wird, aber……bei dem Fall des Beschäftigten sieht der Bundesvorstand der BfPP die Handlungsfähigkeit der PHuSt MV gefährdet, sollte sich dieser in Richtung privater Wirtschaft (aufgrund besser Bezahlung und Perspektiven) orientieren.

Dieses wurde gegenüber dem Ministerium für Inneres und Europa in Mecklenburg-Vorpommern fachlich und sachlich aufgezeigt sowie die aufgrund eines möglichen Wechsels des Kollegen zwangsläufigen höheren Kosten im Bereich der Instandhaltung und Wartung, welche wiederum zu Lasten des Steuerzahlers gehen.

Nun konnten wir, leider nur aus den Medien erfahren, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern mit folgenden Überschriften die Attraktivität im Land fördert:

  • Extra-Vergütung über maximal 10 Jahre
  • Fachkräfte in öffentliche Verwaltung locken
  • Verschärfter Wettbewerb um Fachpersonal

Dass auch das im Bundestag verabschiedete Gesetz, das unter bestimmten Voraussetzungen den deutschen Arbeitsmarkt für qualifizierte Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten öffnet, ein Schlag ist, welches den Stein letztendlich zum Bersten brachte, ist unbenommen.

Wir erwarten nun von der Behördenleitung und Landesregierung ihre Haltung gegenüber den qualifizierten Beschäftigten aufzugeben, diese erst durch eine polizeiliche Ausbildung oder polizeiliches Studium zu schicken, bevor diese verbeamtet werden können.
Das Land und insbesondere die Polizeihubschrauberstaffel brauchen Fachkräfte und nicht behördliche oder beamtenrechtliche Bedenkenträger, die bereits am Anfang eines Prozesses für dessen Ende das Haar in der Suppe suchen.

Die Bundesvereinigung fliegendes Personal der Polizei ist weiterhin an einer der Aufgaben orientierten pragmatischen und allen Seiten helfenden Lösung interessiert.